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Die Geschichte des Apple Macintosh

Es war einmal. Damals, so sagt man, hatte Apple noch keine Kunden, sondern Jünger.

Wir zählen das Jahr 1984. Bill Gates vertreibt das Standard-Betriebssystem "MS-DOS",
das - aus heutiger Sicht - steinzeitmäßig mit kryptischen Befehlen zu bedienen war.

Da brachte die Firma Apple einen neuen Computer namens "Macintosh" heraus,
dessen Betriebssystem all das hatte, was uns heute selbstverständlich ist:
Eine Menüleiste, die beim Anklicken mit einem durch eine Maus bewegten Cursor
aufklappt und mehrere Menüpunkte freigibt, verschiebbare Fenster, die sich überlappen
und einen Papierkorb, in die man Dateien bewegt, die gelöscht werden sollen.

11 Jahre später kam dann etwas, das neu, ja revolutionär war.
Ein Betriebssystem, das "DOS" vom Markt fegen sollte: Windows 95.
Es hatte alles, was Benutzerherzen höher schlagen ließ:
Eine Menüleiste, die beim Anklicken mit einem durch eine Maus bewegten Cursor
aufklappt und mehrere Menüpunkte freigibt, verschiebbare Fenster, die sich überlappen
und einen Papierkorb, in die man Dateien bewegt, die gelöscht werden sollen.

Es soll Leute (Amerikaner) gegeben haben, die sich, von der Werbung für dieses Produkt
motiviert, am ersten Verkaufstag mit hohem körperlichen Einsatz eine Version von
Windows 95 ergattert haben, obwohl sie keinen Computer hatten.




Apropos Werbung: Für den Apple Macintosh wurde 1984 mit einem Spot geworben,
den Apples Vorstandsmitglieder vor der Ausstrahlung für absolut mißlungen hielten.
Er hieß "1984" und lehnte sich an George Orwells Zukunftsvision von 1948 an.
Kahlgeschorene Arbeiter in dunkler Einheitskleidung sitzen in einem dunklen Saal und
hören stumpfsinnig ihrem "Big Brother" zu, der sie von einem Riesenbildschirm mit
ideologischen Hetzparolen belegt.
Eine junge, athletische Frau stürmt mit einem großen Hammer in den Saal,
verfolgt von behelmten Sturmtruppen, zerschlägt mit dem Hammer den riesigen Bildschirm
und läßt dadurch frische Luft und das Licht in den dunklen Saal.
Sie erleuchtet die Massen und läßt sie freier atmen.

Ähnlichkeiten mit dem damaligen Apple-Konkurrenten IBM, bei dem die Mitarbeiter
in Einheitskleidung Firmenhymnen sangen, waren rein zufällig.

Der legendäre Werbespot wurde zuerst in einem Super Bowl-Spiel gezeigt, fast alle
amerikanischen Fernsehsender berichteten davon, er wurde in Kino-Werbeblocks präsentiert.
Der Spot soll 46,4 % aller amerikanischen Haushalte erreicht haben.
Er stammt von de Werbeagentur Chiat/Day und kann unter als Movie (ca. 3,1 MB) unter
http://www.chiatday.com/product/historical_work/tv/1984/1984.html heruntergeladen werden.

      




Vorteile von Macintosh gegenüber Windows 95/98:

Warum sind die Macianer von ihrem Betriebssystem so überzeugt ?

Windows-Rechner stehen in fast jeder Firma und in einer großen Zahl von Haushalten.
Die Rechner und das Zubehör lassen sich in vielen Geschäften kaufen.
Im Computer-Fachmarkt, im Kaufhaus, bei Aldi.
Das Windows-Betriebssystem läuft, irgendwie bekommt man es zumindest zum Laufen.
Es sind die Einheits-Rechner im Einheits-Grau.

Macintosh-Computer gibt es nicht an jeder Ecke.
Sie haben Kultur, Tradition, eine sympathische Ausstrahlung.
Sie sind schnell und stabil.
Das Betriebssystem ist besser und aufgeräumter.
Beim Löschen von Programm-Dateien werden wirlich Dateien gelöscht,
nicht noch viele weitere Programme lahmgelegt.
Der Anwender arbeitet mit den Programmen,
er hat Zeit, die Programme kennenzulernen.
Er kämpft nicht mit dem Betriebssystem, mit config.syssen,
Soundkarten und Treibern.




Die Zukunft:

Mac OS X (sprich: 10) soll für den Vorsprung vor der Windows-Welt sorgen.
Es ist ein echtes Unix-System mit einer innovativen und bedienerfreundlichen Oberfläche.
 

Es ist multiprozessorfähig. Die neuen G4-Desktop-Macs haben, außer dem Einstiegsmodell, 2 Prozessoren.
Mit OS 10 werden alle Programme multiprozessorfähig, ohne daß sie dafür optimiert werden müssen.
Das Betriebssystem erkennt, ob eine Aufteilung auf 2 Prozessoren sinnvoll und möglich ist und handelt
entsprechend.




Bilder:

Der G4



  Der G4 Cube, ca. 20 x 20 x 20 cm groß


Die iMacs, mit integriertem Monitor, in unterschiedlichen Farben:



Das iBook, ein Powerbook mit Apple-Design und -Technik



Das klassische Powerbook von Apple



Verschiedene Monitore

 


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